Zimmerpflanzen, Haustiere und andere Zeitrabauken

Zimmerpflanzen, Haustiere und andere Zeitrabauken

24. September 2020 6 Von Thorsten

Ich habe vor einigen Jahren noch sehr viele Zimmerpflanzen und drei Aquarien gehabt. So schön das auch war, irgendwann habe ich gemerkt, dass ich die Zeit dafür nicht mehr aufwenden wollte. Aufwand und Gefallen daran passten nicht mehr zueinander.

Ständiges gießen,düngen, umpflanzen, füttern, Wasser wechseln etc. summierte sich. Aufpassen, nicht daneben gießen, Schädlinge verfolgen, etwa ein toter Fisch im Aquarium oder eine Wasserpflanze entwurzelt, ist der Filter schon zugesetzt ? Das war 7 Tage die Woche im Hinterkopf als Pflicht vermerkt und wurde zum Gewicht.

Der Punkt war gekommen diese Lebewesen zu reduzieren oder ganz abzuschaffen, da es im Frühjahr und Sommer Zeiten gab, wo auch der Garten tägliche Betreuung erforderte.

Und da, wo ein Topf steht, muss ja auch mehr geputzt werden. Erstens weil immer mal etwas runterfällt, zweitens weil man den Topf hochheben oder verschieben muss, wenn man die Fläche darunter wischen möchte.

Kleinanzeigen helfen ungemein beim Entsorgen

Über Kleinanzeigen wurde ich nach und nach alles los. Es ist unglaublich, wie schnell die Dinge weggehen, wenn sie verschenkt oder preiswert angeboten werden. Ein Aquarium wurde mit komplettem Inhalt (und stark abgesenktem Wasserstand) abgeholt.

Ich bin mir nicht sicher, ob es einfach nur abgenommen wird, weil da “zu verschenken” steht oder ob die Menschen zu ihrem Hobby alles anhäufen, was zu bekommen ist. Ich hatte ja ehemals auch alles ziemlich vollgestellt und vollgefüllt, nur eine Nulldiät half bei den Aquarien.

Heute gibt es (nach wie vor) 2 Katzen und über eine Reduktion auf 20 und dann auf 14 Stück nur noch 8 Zimmerpflanzen. Krautige Pflanzen wurden durch härtere Sorten ersetzt, die auch einen mehrwöchigen Urlaub im Garten überleben. Nachweislich sind dies Bogenhanf (Sansevieria), Rhipsalis (Korallenkaktus), Efeutute, Anthurium und ein Spatiphyllum (Einblatt). Letzeres ist grenzwertig, es braucht viel Wasser und überlebte im Schatten eines Baumes.

Auf dem Beitragsbild ist meine Efeutute “Brasil”, die ist sehr dankbar und verträgt auch Trockenzeiten (3 Wochen ) im Zimmer, wenn es sein muss.