Möbelzeit

Möbelzeit

29. September 2020 0 Von Thorsten

Pflegt ihr eure Möbel ? Nein ?!

Vor ein paar Tagen meinte jemand, dass ein Stuhl bedenklich wackeln würde. Ich habe das dann untersucht und festgestellt , dass dicke Schrauben an der Unterseite locker waren. Bei wenigen war gar keine Verbindung mehr. Nicht mehr lange und der Stuhl wäre am Ende vielleicht gebrochen.

Es sind helle Eichenholzstühle von einem skandinavischen Bettengeschäft. Wir hatten sie vor einigen Jahren günstig erworben, als unsere Eckbank (gepolstertes Sperrholz) nicht mehr ansehnlich war und die Stabilität nachließ. Dei dazu gehörigen geleimten Stühle haben es auch nicht überlebt. Dafür haben wir noch 2 ehemalige gepolsterte Küchenstühle aus den 80-ern, stabil und offensichtlich nicht kaputt zu bekommen.

An jedem Stuhl sind 10 Schrauben (2 pro Ecke und 2 an der vorderen Blende), 5 Stühle haben wird, also habe ich in zwei Sessions 50 Schrauben angezogen. Mit dem Fahrradknochen ging es sehr gut.

„Auf die Knie Sklave, arbeite !“ rief mir der Stuhl zu.

Möbel putzen haben wir im Sinn, aber die Schrauben nachziehen nicht, oder ? Dabei steht doch in der Anleitung meist, dass man die Schrauben nach einer gewissen Zeit nachziehen und kontrollieren soll.

Die Hersteller sichern sich hiermit gegen Unfälle und Reklamationen ab.

Um auf der sicheren Seite zu sein müsste man also etwa einmal im Jahr die Möbel inspizieren und die Schrauben kontrollieren. Das gilt auch für Nägel oder andere Verbindungen.

Diese Teile lösen sich bevorzugt bei beweglichen Möbeln wie Stühlen oder Tischen, wenn diese auch regelmäßig benutzt werden. Eine weitere Theorie ist, dass der Feuchtigkeitsgehalt bei Neugekauftem im Holz sinkt und damit einfach mehr Spiel entsteht. Bei stationären Möbeln wie Schränken oder Regalen war es bislang eher die genagelte Rückwand die Problem machte.

Möbel kosten Zeit.

Sie müssen geputzt, kontrolliert und von Zeit zu Zeit gerückt werden, wenn man darunter oder dahinter sauber machen möchte. Bei großen Möbeln wie Kleiderschränken ist ein Rücken nicht realistisch. Dahinter leben Staubmäuse, es sei denn man hat einen Schrank, der auf vier Sockeln steht und unten etwas Abstand hält.

Deshalb : Möbel , die man nutzt behalten, andere besser weggeben. Durch die Reduktion der Gegenstände in den Möbeln und Umräumen kann man ein Regal oder einen Schrank am Ende leerräumen. Der Abschied fällt dann auch leichter , wenn man die Dinge ohne Stress woanders unterbekommt und das leere Möbelstück sein unnützes Herumstehen offenbart.

Bei Möbeln ohne Aufbewahrungsfunktion wie, Sessel, Tische, Stehlampen, Stühle ist es nicht ganz so offensichtlich. Man kann sich an ein Herumstehen „gemütlicher“ Möbel und Dekoration leider gewöhnen. Und dann putzt man und rückt und putzt wieder, läuft drum herum und das tagein tagaus.

Also besser weggeben, was nicht benötigt wird und das Übriggeliebene um so besser pflegen.

Der M-wert bleibt wie er ist. Hier wurden nur Schrauben angezogen 😉