2 elektrische Geräte gehen, M-wert -11

2 elektrische Geräte gehen, M-wert -11

24. Oktober 2020 0 Von Thorsten

Es gehen ein altes Samsung-Tablet und eine Thermometer/Funkweckerkombination

Als Smartphones noch nicht die Bildschirmauflösung hatten war das Tablet klasse. Das Smartphone war dagegen damals noch primär zu meiner beruflichen Erreichbarkeit. Wirklich surfen konnte man auf diesen alten Modellen kaum. Akkulaufzeiten und Funktionen waren auch nicht so gut wie bei meinem Heutigen. Die Kamera vom Tablet ist defekt .

Fernseher, Mini-PC mit Monitor und Smartphone reichen.

Aber was hat mich veranlasst das Tablet so lange noch zu behalten ? Weil es damals teuer war, weil ich ein Problem habe technische Dinge wegzugeben. Und warum ist das so und warum habe ich früher immer mehr davon angeschafft ? Weil sie mich faszinieren, weil sie eine Erleichterung des Alltags versprachen, weil sie einen Wert darstellen und weil ich einen impliziten Kontrollverlust befürchte, wenn sie nicht mehr da sind ?! Weil ich nicht mithalten kann, weil ich Angst habe die Technik eines Tages nicht mehr zu verstehen und ähnlich wie die vorletzte Generation an der Programmierung eines Videorekorders zu scheitern, weil man es nicht mher versteht und nicht mitreden kann, wenn andere darüber sprechen ?!

Es ist zu befürchten , dass in der Gesellschaft folgende These eine Rolle spielt :

Wer technisch nicht das Neuste hat ist alt, arm oder zu dumm dafür.

Wie erfrischend ist es jedoch, dass der Minimalismus (und andere Strömungen, z.b der Umweltschutz) eine Antwort darauf haben ohne dass man sich kleiner , dümmer, ärmer oder älter vorkommt.

Die zunehmende Individualisierung in der Gesellschaft macht es auch möglich auf Dinge zu verzichten ohne kauzig zu wirken. Nein zu sagen wird zunehmend akzeptiert und als Stärke interpretiert.

Das Außen/Innenthermometer mit Funkuhr ist überflüssig, da die lokale Temperatur auf dem Smartphone angezeigt wird. Die Prognose über den Luftdruck mit Anzeioge von Regenwolken oder einem Sonnensymbol ist auch ungenauer als die Wetterprognose im Smartphone.

Ich hatte ein paar Tage überlegt ein analoges Gerät anzuschaffen, aber das wurde zum Glück jetzt auch verworfen.

Früher traute ich der Anzeige auf dem Smartphone auch nicht, sie wich früher einfach zu stark von den realen Temperaturen ab. Und ganz früher hat das Handy ja gar keine Temperaturen angezeigt.

Das Gerät benötigt vier Batterien und fiel im kalten Winter regelmäßig aus, da die Batterien anscheinend eine Mindesttemperatur benötigen. Der Rollladen behindert den Funkverkehr zwischen Innengerät und Außenfühler. Also genau wenn es darauf ankam , bei starker Kälte und geschlossenen Rollläden versagte die Anzeige der Außentemperatur. Damit haben wir jahrelang gelebt 😮

Es hat einen kleinen Platz im Wohnzimmer verbraucht, benötigte Batterienwechsel und stahl Aufmerksamkeit.

Ich stelle fest : Wir haben Dinge aus Gewohneheit, das Hinterfragen und Loslassen kann Jahre dauern.

Außer diesen beiden Geräten geht noch ein Set aus vier Plastikschüsseln, die früher sehr praktisch für die Kinder waren. Sie werden kaum mehr verwendet. Plastik geht bei uns bevorzugt raus.

Der M-wert erniedrigt sich um 3 und ist nun -11.