Smartphone und Banking, M-wert -25

30. November 2020 0 Von Thorsten

Hier zunächst ein Link, damit ich nicht alles neu erfinden muss :

Wieviel Smartphone brauchst Du wirklich ?

Gutes altes Nokia

Da steht schon ziemlich alles außer einem Aspekt , der kaum durchscheint und den ich hier noch einmal explizit hinschreibe :

Hast du alle deine Geräte ins Smartphone rein minimalisiert , dann hast du im Falle des Verlustes oder Versagen des Smartphones schlagartig keins mehr. Alles in einem Gerät fokussiert und bindet einen . Das Handy folgt dir bis ins Klo wenn du nicht aufpasst. 😉

Du musst dann also wegen einer dringend benötigten Funktion bei Neuerwerb in der Regel wieder alle Hardwarefunktionen wie z.b. die Kamera, den NFC-Chip im Gerät für das kontaktlose Bezahlen neu kaufen.

Seit der Umstellung des Onlinebankings auf PSD2 benutzen viele ihr Smartphone als TAN-Generator. Aus die Maus wenn das Smartphone weg oder kaputt ist.

Aus Sicherheitsgründen sollte das Banking und der TAN-Generator als App nicht auf ein und demselben Gerät betrieben werden. Technisch ist das aber möglich, da manche ja nur ein Gerät haben und ich habe das bisher auch so gemacht. 😮

Und ach ja : es gibt Menschen , die kein Online-Banking machen, aber das wird weniger, z.b. auch weil die Filialen ausgedünnt werden. In manchen Dörfern gibt es gar keine Bank mehr , da müssen sie 20km mit dem Auto fahren.

Wäre es nicht besser die benötigten Einzelfunktionen in separaten Geräten vorzuhalten ? Dann hätte man zwar mehr , aber hätte nur das, was man benötigt. Auch eine Form der Nachhaltigkeit.

Die modernen Smartphones halten heute nur ein paar Jahre. 600 bis 1000 Ladezyklen soll ein Akku vertragen , dann muss er getauscht werden oder für das Handy gibt es keine Sicherheits- und Funktionsupdates mehr und man muss es komplett ersetzen. Android 8,9,10..dann 11 und übermorgen brauchst du 12 damit die Nahverkehrsapp oder das Banking noch unterstützt werden.

Diese Art der Updates sind auf PCs über Jahre möglich. Die Kopplung Hardwarehersteller und Google verdammt einen beim Smartphone aber zum Neukauf. Also alle paar Jahre Neukauf, so haben die Hersteller das konzipiert. Es handelt sich um einen verdeckten Fall von geplanter Obsoleszenz. Für den Konsumenten werden bessere Erlebnisse , Sicherheit, Kameraeigenschaften usw. vorgeschoben. Die Glühbirne hält jetzt nicht mehr 1000 Betriebsstunden sondern 1000 Ladezyklen oder 3 Jahre Softwareupdates.

Ein Handy, das nur telefoniert und mit austauschbarem Akku würde vermutlich viel viel länger halten.

Ansätze wie Fairphone etc. sind okay, du kannst Akku und Kamera austauschen. Aber auch dort ist der Trend zu Android und somit zum Ansammeln von Daten durch Google gegeben. Das gibt es nicht umsonst, du zahlst mit deinen Daten.

Das gilt übrigens auch für unbare Zahlvorgänge über Karte, Handy, Überweisung, Lastschrift. Man kann dich orten, Bewegungsprofile erstellen.Die Banken, Apple, Facebook und Google lieben das und verkaufen dich an die bunte Werbewelt und wer weiß wohin.

Ich habe heute einen Schritt zurück gemacht und für mein Online-Banking einen TAN-Generator gekauft. Zwei getrennte Geräte, kein Banking mehr auf dem Smartphone für diese Bank. Ich schaue da viel zu oft drauf.

Soll ich das heute bewerten müsste ich sagen : zu häufiges Abrufen des Kontostands bringt Unruhe. Anstatt Kontrolle unnötige Gewohnheit ohne direkten Anlass. Früher ging das doch auch : einmal im Monat gab es Kontoauszüge und dazwischen war das liebe Geld unwichtig oder zumindest im Hintergrund.

Der TAN-Generator wird beim PC deponiert und das Banking vom Smartphone entfernt. Für die Zweitbank (Sparanlagen für die Kinder ) brauche ich leider einen weiteren TAN-Generator, der noch auf dem Postweg ist.

Der M-Wert erhöht sich um 2 auf -25