Projekt Haushaltsbuch

11. Januar 2021 0 Von Thorsten

Ich habe beschlossen für eine gewisse Zeit die Ausgaben in einem digitalen Haushaltsbuch zu verfolgen erwarte aber keinen Ahaeffekt. Ich werde die Ausgaben auch nicht auf einzelne Lebensmittel runterbrechen, sondern pro Einkauf grob summieren. Da wird also z.B stehen : 20,21€ Lidl Lebensmittel.

Generell gilt : was ich nicht ausgebe muss ich auch nicht aufschreiben. Wenn jede Ausgabe überlegt wurde, dann dürfte ein Haushaltsbuch nicht beim Sparen helfen, es könnte jedoch Informationen über die Verteilung der Einnahmen und Ausgaben hergeben. Lebensmittel und Kleidung sind unverzichtbar, daher wird es diese Ausgaben immer geben.

Wer sparen möchte oder tatsächlich ein knappes Budget hat, muss unbedingt jede größere und jede regelmäßige Ausgabe auf den Prüfstand stellen. Abos und Versicherungen sind meist im Kontoauszug erkennbar. Regelmäßiges Kontrollieren der Auszüge ist Pflicht. Auch wegen Cyberkrimininalität, man weiß ja nie.

Der haltlose Konsument führt kein Haushaltsbuch und der disziplinierte Minimalist oder Frugalist weiß exakt wo und wann er etwas ausgegeben hat. Oder doch nicht ? Ähem ! Letztes Jahr ging bei mir das Geld bei Amazon weg, oder wenn nicht da, dann eben woanders. Sinnlose Ausgaben gab es wenig, es waren eher Fehlkäufe, die sich erst hinterher manifestierten.

Bekannte Fixkosten habe ich in einer Excel-Tabelle ( OpenOffice) eingetragen, das habe ich schon Jahre , wenn nicht sogar Jahrzehnte. Die großen oder regelmäßigen Ausgaben sind die Kostentreiber. Diese Liste aktualisiere ich von Zeit zu Zeit und erschreckend wie manche Posten nach oben gehen und andere stabil bleiben. Kaum etwas wird preiswerter, man kann froh sen, wenn die Preise stabil bleiben. Die 30€ für Telefon/Internet/TV sind seit 12 Jahren stabil, Versicherungen und Strom sind teilweise explodiert. Ein Wechsel oder das Hinterfragen mancher Versicherungen ist hilfreich.

Für den Stromanbieter bin ich beim Unternehmen switchup registriert und bin darüber beim Strom bei einem neuen Anbieter von Ökostrom gelandet. Sie managen den Wechsel und ich spare.

Ähnliches gibt es für Versicherungen, z.b. die App CLARK. Ich habe eine gealterte Haftpflichtversicherung ( Deckungsbeiträge damals abgeschlossen, die sind sind heute zu gering ) ersetzt. Die Neue kostet nur die Hälfte bei besseren Leistungen. Eine andere Versicherung werde ich kündigen, weil das Risiko durch die neue Haftpflichtversicherung schon abgedeckt ist, wie ich zufällig in den Tarifbedingungrn entdeckt habe.

Es mag jüngere Leute geben, die in normalen Zeiten ( wenn keine Pandemie ist ) um die Häuser ziehen und ein Budget für Fun und Spaß brauchen, da ist die Erinnerung nach dem Treffen mit den Freunden vielleicht  nicht immer so klar… 😉 Wer weiß wie viel er in den Geldbeutel gepackt hat, der kann am nächsten Tag nachzählen und den Ausflug mit einer ermittelten Differenz verbuchen. Ich brauche das so nicht 🙂

Jemand , der finanziell erfolgreich ist hat gesagt : mit spätestens 40 sollte man so gefestigt sein, dass ein Haushaltsbuch nicht mehr notwendig ist. Ich kann das nachvollziehen. Zumindest geht das, wenn man so viel verdient , dass es nicht eng wird am Monatsende. Wer sparen will oder muss, muss die Ausgaben zügeln.

Ich lasse mich aus Neugier auf ein Haushaltsbuch in EXCEL ein und bin gespannt. Probeweise führe ich es seit Anfang Dezember 2020. Ich möchte gerne wissen wie viel Prozent ich wofür ausgebe. Für Fixausgaben wusste ich das bereits anhand der alten Liste, gerade bei Bargeld oder unregelmäßigen Kartenzahlungen im Supermarkt für Lebensmittel habe ich das bisher immer mit ungutem Gefühl eine Schätzung eingetragen und unregelmäßige Einnahmen übers Jahr geschätzt. Nicht so vertrauenswerweckend. Es gibt Monate das wird es enger und welche da bleibt mehr übrig, das kann ich in der Excel-Liste für 2021 jetzt schon erkennen. Geplante Ausgaben ergeben ein Art vorausschauendes Budget.

Links zu Haushaltsbüchern als Apps

Ich habe mich auf dem Smartphone für die kostenfreie App „Money Manager“ entschieden. (Es hat keine Anbindung an die Bank, solche Programme gibt es auch. Da wird der Umsatz abgerufen und vorkategorisiert.) Mit der App trage ich zunächst meine Bareinkäufe ein und übertrage sie dann ca. einmal die Woche in das Haushaltsbuch. Bargeldlose Zahlungen übernehme ich anhand der Onlineumsätze – auch manuell.