Ressourcen teilen : WLAN

19. März 2021 0 Von Thorsten

Ich hatte vor einigen Jahren die Seite www.freifunk.net gefunden.

Freies WLAN für alle und fast überall ist ein Ziel, und wird in mehreren Ländern verfolgt. Es geht in manchen Initiativen auch um freie Inhalte oder die Zusicherung derselben. Und um Zugang zu digitalen Inhalten und Diensten für die, die sich das nicht leisten können.

Freie Netze werden von immer mehr Menschen in Eigenregie aufgebaut und gewartet. Jeder stellt seinen WLAN-Router für den Datentransfer der anderen zur Verfügung. So entsteht eine freie Infrastruktur.

WLAN-Router vernetzen sich in einem Freifunk-Netz automatisch, das ohne Beschränkung von jedem genutzt werden kann. Und : nicht jeder Router benötigt einen eigenen Internetanschluss in diesem Netz ( Mesh ). Damit ist es ein Gegenentwurf zur bisherigen Praxis, dass jeder einen eigenen Vertrag und Router besitzen muss, um digital teilzuhaben.

Öffentliche WLAN-Zugänge sind Mangelware. Oft sind sie mit einer umständlichen Anmeldung über eine Internetseite und einer Zeitbeschränkung versehen. Das Freifunk-Netz verlangt dies nicht. Einmal im Smartphone ausgewählt verbindet sich das Gerät automatisch, sobald man in einer Straße vorbeigeht oder in einem Geschäft ist, in dem ein solcher Freifunkknoten betrieben wird. Zum aktiven Auffinden gibt es Karten und eine App.

Rechtlich ist der Betreiber eines Freifunkknotens gegen Misbrauch durch Benutzer abgesichert. Das wäre beim Teilen eines privaten WLANs in Deutschland nicht möglich.

Um einen solchen Zugangspunkt zu betreiben benötigt man einen zweiten Router, der an den heimischen Router angeschlossen wird. Dieser erhält ein spezielles Betriebssystem, wird im Netz einmalig angemeldet und ist dann wartungsfrei. Das kann man nach Anleitung selbst durchführen, der Kauf eines geeigneten Routersmodells bei einem beliebigen Händler ( oder gebraucht ) nach einer vorgegebenen Liste ist Voraussetzung, der heimische Router bleibt dabei unangetastet.

Hier wird deutlich, dass dies zusätzliche Strahlenbelastung und Stromverbrauch bedeuten kann. Dem entgegen steht die verminderte Strahlung durch Mobilfunk der Smartphones , gerade beim Senden und Halten des Gerätes in Kopfnähe. WLAN ist Nahfunk und kommt mit weniger Energie aus.

So bin ich seit gestern stolzer Besitzer eines Freifunkknotens „leuchtfeuer“, und habe „leider“ wieder ein Teil mehr im Haushalt (Den M-Wert werde ich gelegentlich aktualisieren, da sind noch mehr Dinge rein- und rausgegangen ).