Crux mit dem Teekochen Teil 1

15. Juni 2021 3 Von Thorsten

Vorsicht : längerer Text. Eventuelle Reaktion : was schreibt der da so lange ?

Wir wollen plastikfreier leben. Beim Kaffee haben wir ja Fortschritte erzielt. Anstatt einer Kaffeemaschine und Papierfiltern nutzen wir einen Metalldauerfilter. Gebrüht wird der Kaffee direkt in eine Thermoskanne hinein.

Beim Tee ist das komplizierter und wir haben früher schon viel probiert. Vorweg : wir haben noch keine 100%-Lösung gefunden.

Im Laufe der Zeit waren da : zwei verschiedene Teemaschinen, Kannen mit Stövchen, Papierfilter mit Plastikfilterhalter, Teetasse mit Porzellanfilter, Plastikinnenfilter.

Da war immer etwas merkwürdig. Entweder war die Teemenge zu klein. Es gibt etliche Produkte für genau eine Tasse oder wenig mehr. Wer braucht das, was mache ich mit einer Tasse ? Oder der Tee schmeckte nicht. Manchmal war eben auch Plastik mit im Spiel, auch beim Kochen in den Maschinen. Reinigung, Menge, Geschmack. Bei größeren Mengen das Warmhalten.

Wir haben seit langer Zeit einen manuellen Teezieher verwendet, dessen Boden sich automatisch öffnet wenn man ihn auf eine Tasse oder Kanne stellt. Eigentlich sehr praktisch und vergleichbar mit dem Kaffeefilter. Der Tee wurde in eine Thermoskanne entlassen.

Leider ist dieses Ziehgefäß aus Kunststoff, fasst keinen Liter und das wollen wir beim kochenden Wasser weniger nutzen.

Ziehgefäß für Tee mit automatischem Auslass durch den Boden

Meine Frau meinte, da muss doch was gehen, haben flugs unser Arsenal zusammengesucht und Verschiedenes überlegt.

Wir haben noch einen Baumwollfilter, der aber nur auf Einzelbecher gut passt. Wir haben ihn auch auf Kannen probiert, aber für Thermoskannen ist das wegen der Teemenge auch schwierig. Der Filter hängt mit seinem Metallring schräg drin oder er sitzt wie ein Propf zu tief drin und der Tee kann nicht quellen. Oder er geht nicht weit genug rein in die Kanne. Je nach Kanne. Passt nicht.

Das Teekocharsenal

Wir haben derzeit zwei Teekannen , weil eine ins Homeoffice gehüpft ist. Die eine Kanne hat noch einen Plastikinnenfilter, den wir beiseite gelegt haben.

Die eigentliche Teekanne für zu Hause hat eine Automatik. Das bedeutet, dass der Tee durch den Plastikkannendeckel läuft. Auch das wollen wir vermeiden.

Es verbleibt die Teekanne mit dem Drehdeckel, der zwar auch aus Plastik ist, aber den Inhalt wohl nicht so lange berührt beim Ausgießen. Jedenfalls läuft der Tee nicht durch den Plastikkannendeckel durch.

Wir haben das Gefäß zum Teeziehen und die Automatikkanne beiseite gestellt und beobachten, ob es mit der anderen Teekanne, einem Metallsieb und einem hitzebeständigen Glasgefäß funktioniert.

Der Tee wird in dem Glasgefäß gebrüht und kann dabei frei schwimmen. Nach der Ziehzeit wird der Tee durch das Metallsieb, das auf die Teekanne gelegt wird abgeseiht. Das heiße Wasser stammt entweder aus dem elektrischen Wasserkocher oder aus dem zukünftigen Wasserkessel. So der Plan.

Zugekauft haben wir nichts. Das Glasgefäß ist auch schon uralt, unkaputtbar.

Wie kocht ihr Tee ? Wie haltet ihr ihn warm ? Haltet ihr ihn warm oder kocht ihr nur eine Tasse ?