Projekt Tetrapak

31. Juli 2021 0 Von Thorsten

Ich habe in einem Video gehört, dass die Bestandteile beim Tetrapak so verklebt seien, dass ein Recycling nicht möglich wäre.

Tetrapak strebt eine komplette Recyclingbarkeit bis 2030 an.

Wie schwer ist die Verpackung, die in der gelben Tonne oder bei anderen im Restmüll landet ? Etwa 30g bis 45g (gewogen leerer Tetrapak Milch).

Tetrapak Traubensaft, etwa 30 bis 35g

Stellungname auf minimalwaste.de

Da wir meist Leitungswasser trinken oder Getränke, die darauf beruhen, werden Säfte und Milch regelmäßig, aber in Maßen konsumiert.

Ein Argument gegen die Plastikverpackung ist, dass der Inhalt, ähnlich wie bei Konserven mit einer dichtenden Schicht aus Kunststoff in Berührung kommt. Es geht also nicht nur um Müllmengen, sondern ggfls. auch um die Frage, ob man das Risiko eingehen möchte, dass Kunstoff in das Nahrungsmittel gelangt.

Da im Tetrapak auch ganz innen eine Plastikschicht ist, wird darin gelagerte/r Saft/Milch mit Weichmachern, im ungünstigsten und giftigsten Falle mit dem wie ein Öströgen wirkendem Bisphenol A verseucht. Dieser Lösungsprozess wird besonders angeregt, wenn Kohlensäuregetränke darin sind und wenn man ein Tetrapak in die Sonne stellt oder erwärmt.“

Es kann sein, dass die Schicht, die heute an das Nahrungsmittel grenzt gesünder ist als damals vor 10 Jahren als diese Einschätzung geschrieben wurde. Dennoch ist es Kunstoff und Glas wäre, weil unlösbar, im Vorteil.

Als ersten Schritt habe ich versucht Apfelsaft in Glasflaschen zu kaufen. Ich habe bei einem Discounter eine Sorte Direktsaft in der Glaspfandflasche gefunden, die regional , aber nicht Bio hergestellt wird. Der Saft ist 50% teurer als im Tetrapak. Markenprodukte daneben waren fast doppelt so teuer.

Ich muss dafür weiter fahren, mehr bezahlen, Glasflaschen managen, aber werde es dennoch tun.

Ein gewisser Luxus ist dabei : mehr Zeit und Geld für weniger Abfall.

Und dabei fällt mir der Spruch ein : „Minimalismus bzw. grüne Lebensweise muss man sich leisten können“. Das stimmt bedingt, Einsparungen kann man woanders tätigen, beim Essen machen wir es nicht. Wenn ich keinen Süßkram, Zigaretten, Alkohol, Lottoscheine…. kaufe, dann kann ich auch gesunde Lebensmittel kaufen (natürlich stimmt das nur, wenn ich nicht am Existenzminimum lebe).

Also fangen wir mit dem Apfelsaft an, drei Flaschen zu 0,7 Liter haben wir heute testweise zu Fuß geschleppt. Sicher nur einmal, das geht vernünftig nur mit dem Rad.

500g Glasflasche für 700ml Inhalt

Wir trinken den Saft nur verdünnt mit gesprudeltem Wasser, hauptsächlich die Kinder mittags und abends. Bin gespannt wie viele Flaschen wir in welcher Zeit benötigen.

Ich kann mir auch vorstellen Milch aus der Flasche zu kaufen, aber die Ökobilanz soll hier noch nicht so gut sein. Wäre sie besser, wenn mehr Verbraucher zugreifen würden ? Die Transportwege könnten kürzer werden.