Impfung/Migräne/Koffeinentzug

6. August 2021 3 Von Thorsten

Zwei Tage vor der zweiten Impfung bekam ich leichte Migräne oder der Wetterwechsel war zu bemerken. Mittwoch trank ich dann keinen Kaffee, Donnerstag war die Impfung.

Das war vor einer Woche. Und die war nicht lustig. Impfnebenwirkung, Koffeinentzug, Wetterwechsel, Migräne ? Ich konnte es nicht unterscheiden. Eine Nacht war wirklich doof, ein paar Tage nach der Impfung. Kam da alles zusammen ? Wie ich da lag ärgerte ich mich, dass ich nichts ändern konnte. Wenigstens den unfreiwilligen Koffeinentzug hätte ich ja jetzt nicht gebraucht dachte ich mir, aber nach Kaffee war mir gar nicht. Blöd.

Ich habe diese Situation zum Anlass genommen eine schon länger angedachte und nie umgesetzte Maßnahme zu testen : die Abhängigkeit vom Kaffee reduzieren.

Heute ist der 10.te Tag ohne Kaffee, ein paar Tage habe ich jetzt vormittags grünen Tee getrunken, um etwas Teein zu erhaschen, jetzt bin ich auf Getreidekaffee und Kräutertees umgestiegen.

Ich schließe nicht aus, dass ich in der Zukunft wieder einmal Bohnenkaffee trinke, aber derzeit nein danke. Ich möchte erst einmal sehen wie Körper und Geist darauf reagieren. Früher habe ich ja auch keinen getrunken, anfangs war er mir auch viel zu bitter. Später habe ich es mir bei der Arbeit angewöhnt, zum Glück Kaffee, denn es hätten ja auch Zigaretten sein können, die den Flurfunk beflügeln ( neueste Informationen gab es in der Raucherecke, heute verboten in Gebäuden ).

Zum Minimalismus gehört für mich auch das Hinterfragen von Gewohnheiten und Abhängigkeiten. Wenn ich vormittags eine Kanne Kaffee alleine trinke oder trinken muss , ist das nicht genauso wie jede Woche einen Lottoschein ausfüllen ? Sind Routinen etwa Abhängigkeiten ?

Freiheit ist doch dann gegeben, wenn etwas nicht sein MUSS, wenn man sich flexibel auf etwas einstellen kann und Dinge genießt. Am besten wenn sie auf einen zukommen. Nicht ständig und nicht jeden Tag dasselbe.

Etwas, was ständig konsumiert wird, schmeckt nicht mehr so intensiv , wirkt nicht mehr wie anfangs. Wer jeden Tag ein Ei isst oder immer dasselbe Gericht, dem schmeckt es schnell nicht mehr. So kann es auch mit Kaffee oder immer derselben Teesorte sein. Schmeckt nicht mehr oder wirkt nicht mehr so.

So geht es jetzt ohne Kaffee ( und länger schon ohne Alkohol ) weiter. Wenn jetzt Kopfschmerzen kommen, dann kann ich Kaffee als Ursache ausschließen.

Und wenn ich eines Tages wieder bei Gelegenheit eine Tasse trinken sollte, dann werde ich das genießen.