Kaffee, Kerzen , Katzen

Kaffee, Kerzen , Katzen

23. September 2021 0 Von Thorsten

Früh am Morgen bei Kerzenlicht eine Gelegenheit zum Nachdenken ( mit Getreidekaffee ) . Die Stadt wacht gerade auf, der Lärmpegel steigt und sagt „du bist hier nicht alleine“. So anders als auf dem Land, wo es sehr ruhig sein kann, wenn nicht gerade geerntet wird und die Maschinen Tag und Nacht über die Felder fahren.

Der Herbst ist da. Auch wenn der Garten bei Sonnenschein einen üppigen Sommer zeigt, ist es nicht zu übersehen, dass hier und da schon gelbe Blätter zu entdecken sind.

Es blühen noch Mönchspfeffer, Sonnenhut und Ringelblumen im Staudenbeet. Astern sind voll erblüht. Schwebefliegen sind unterwegs, Schmetterlinge sind rar.

Der Garten wurde die letzten Jahre insektenfreundlicher. Seit dem Frühjahr hat fast immer etwas geblüht. Dafür ist die Rasenfläche „bedrohlich klein“ geworden. Rasen ist ökologisch tot muss man wissen, kein Schatten und nichts zu essen für Insekten, artenarm und schlecht für den Boden. Der wird über die Jahre hart wie zu Beton darunter. Wir haben die Problematik etwas entschärft, indem wir ihn höher und seltener mähen und das Schnittgut als Dünger liegen lassen. So sparen wir Dünger und ernähren die Regenwürmer. Derzeit ist er frischgrün und üppig wir im Mai. Gemäht wird nur noch mit einem Handrasenmäher. Auch weil dies keinen Lärm macht und keinen Strom benötigt. Lärm und Lichtemissionen sind eine Belastung in der Stadt. Unsere Hausnummer schaltet sich nachts aus. Das darf sie, weil die Lampe nicht von der Straße zu sehen ist. Sonst wäre es ordnungswidrig, da die Hausnummern im Dunkeln durchgängig beleuchtet sein müssen. Tritt man in die Nähe geht das Licht an. So haben wir nachts „Zero Light“.

Hausgärten sind wichtige ökologische Refugien, wenn nicht mit Gift gearbeitet wird oder die Fläche mit viel Rasen oder gar Schotter entlebt wird. Stauden und Büsche, Einjährige und Zweijährige in einer bunten Mischung bieten den Insekten Nahrung. Wer mehr Fläche hat sollte auch der Brennnessel einen Platz geben. Diese ungeliebte Pflanze ist die Kinderstube für etwa 50 Falterarten.

https://www.pflanzenkunde.net/pflanzen/pflanzen-fuer-tiere-und-insekten/brennesseln-fuer-schmetterlinge.html

Die Herbstfeigen werden wohl nicht reif dieses Jahr. Etwa 20 Blütenfeigen haben wir bis jedoch Ende August geerntet. Die Sorte „Sultane“ ist zweimaltragend ( bifera ) und parthenocarp, eine Bestäubung durch die Feigengallwespe ist nicht nötig ( und nicht möglich, sie kommt nördlich der Alpen nicht vor ).