Minimalismus und Teuerung

6. Januar 2022 2 Von Thorsten

Die Inflation zieht an. In den USA werden die Zinsen steigen, jetzt doch schneller als gedacht. Waren werden teurer.

In Deutschland werden die Waren zusätzlich durch Steuern und Abgaben verteuert, wir sind sogar Weltmeister im Steuern zahlen und mit der neuen Regierung werden die Abgaben für Private absehbar deutlich weiter steigen. Diesmal werden die Umwelt und der Klimaschutz dafür herhalten müssen. Früher hieß es schon mal „Ökosteuer“, die hat man am Ende genommen um die Rentenkasse zu bedienen. Nix mit Öko, diese Steuer gibt es immer noch, wie die Sektsteuer zur Finanzierung der kaiserlichen Marine. Den Soli gibt es auch immer noch und trifft die Kleinsparer, die der staatlichen Rente nicht trauen und selbst etwas zurücklegen.

Jetzt ist das Schlagwort CO2-Steuer, die Kosten für diese Steuer werden überall zu spüren sein. Bezahlen müssen wir das am Ende alle. Produktion, Einkauf, Transport, Verkauf, es addiert sich.

Der Preis für Kaffee soll sich bis Ostern verdoppeln. Energie wird drastisch teurer.

Was nicht wirklich steigt sind die Gehälter. Während die einen steigende Mieten beklagen, können die Besitzer der Mietommobilien die Gebäude mit den Erträgen nicht mehr sicher bewirtschaften. Im internationalen Vergleich mieten wir allerdings immer noch recht günstig.

Was tun ?

Ein Haushaltstagebuch führen, noch disziplinierter auf runtergeregelte Heizkörper, Wasser sparen achten. Weniger Convenience-Produkte kaufen wie geschnippelte Salate oder Fertigprodukte. Mehr Qualität kaufen, die länger hält, bei Möbeln, Kleidung. Mehr selbst machen und auf Firlefanz verzichten.

Was den durchschnittlichen Konsumenten sehr erschrecken wird ist für den Minimalisten eine erwartete und geübte Herausforderung, die hoffentlich mit Hausmitteln zu bewältigen ist.

Die Tasse Cappuccino soll z.b. bald um die 4,10€ kosten. Wer nicht oft ausgeht, der kann das dann auch einmal bezahlen und genießt ansonsten seinen selbst zubereiteten Kaffee. Der ist dann vielleicht aus fairem Handel, Bio und wird bewusst genossen. Und wer weniger Kaffee trinkt ist auch nicht so betroffen. Beim Heizen klappt diese Strategie leider nicht so gut. Auch nicht bei Krankenkassen, deren Beiträge jedes Jahr mehr steigen.

Mehr manuelle Geräte, weniger Heißluftfriteusen , Wäschetrockner und energiefressende Desktopcomputer. Die Anzahl elektrischer Geräte reduzieren wäre präventiv bei steigenden Strompreisen. LED-Lampen haben längst alle, bei Licht kann man nicht wirklich viel sparen, häufiges Schalten verkürzt die Lebensdauer, ein paar Minuten brennen lassen kann ggfls. effektiver sein.

Mehr Radfahren, weniger Auto fahren.

Was dem einen als Einschränkung der Freiheitsrechte vorkommt ist für den anderen geliebte Gewohnheit.

Fazit : Minimalismus dämpft die Folgen der Preissteigerung. Sich den steigenden Preisen ganz entziehen funktioniert leider nicht.

https://m.focus.de/finanzen/news/preise-steigen-kaffeepreis-laeuft-aus-dem-ruder-wie-sie-noch-an-guenstige-packungen-kommen_id_35171595.html