Du hast viel Zeug ? Dann brauchst du kein Hobby mehr !

Du hast viel Zeug ? Dann brauchst du kein Hobby mehr !

24. Januar 2022 7 Von Thorsten

Beiträge über Minimalismus beschreiben oft die Bemühungen, Zeug loszuwerden . Challenges, Zählspiele, nobuy helfen die Spitze der gepflegten Müllhalde abzutragen bzw. das Privatmuseum in der Wohnung zu verkleinern .

Wer konsequent Zeug rausschafft und die Tür zulässt, wenn der Onlinebestellknopf blinkt oder das lockende Sonderangebot im Discounter liegen lässt reduziert die Anzahl der Dinge.

Es verbleiben Gegenstände, die genutzt werden. Manche öfter, manche seltener.

Jedes Ding in der Wohnung braucht seine Zuwendung

Manches muss nur abgestaubt werden, anderes gewaschen. Das kostet dann auch Zeit. Die Museumsständer in Form von Regalen und Schränken müssen ebenfalls gereinigt werden. Also alles raus, kehren und wischen und dann alles wieder hinstellen, die Ausstellung geht weiter. Nur für wen ? Manche sagen, es sei dann „gemütlich“. Aha. Wer kein Hobby hat, räumt sich voll und geht dann im Privatmuseum putzen ?!

Also ist mein Rat sich von jeglichen Dingen zu trennen, die man nicht aktiv nutzt. Deko, übertriebene Vorräte, sentimentale Gegenstände. Stehrümchen und staubfangendes Flitterzeug was runterhängt oder girlandenartig irgendwo zwischengehakt wird.

Und wenn dann die Bemühungen fruchten und das letzte blinkende LED-Lämpchen an der Gardine oder die heulende Porzellanpuppe aus der Fließbandproduktion gegangen ist verbleiben dennoch etliche Dinge, die benötigt werden.

Was benötigt wird, nutzt sich ab und kann kaputt gehen

Wenn du mehrere Messer hast und die regelmäßig nutzt, dann halten sie zusammen länger als ein Einziges. Trotzdem ist das kein Grund lauter Spezialmesser anzuschaffen. Das kostet wieder Platz. Messer schärfen oder ggfls. neu kaufen ist effektiver. Man überlebt einen Tag ohne Messer.

Manche Dinge hat man genau einmal für einen Zweck bzw. Person, das sind z.B Jalousien, Plissees, Spiegelschänke im Bad, Schuhregale, ein Bett, eine Brille, vielleicht auch Winterschuhe oder Anoraks, Gegenstände in der Küche. Je nachdem wie weit man es mit dem Minimalismus treibt.

Wenn so ein oft genutzter Einzelgegenstand kaputt geht, dann wird das kurzfristig ein Problem. Er muss repariert oder ersetzt werden. Es sei denn, er kann nach Nachdenken doch ersatzlos gehen.

Ein kaputter Gegenstand ist eine Chance ihn ersatzlos zu streichen.

Nach zig Jahren ist nun ein Plissee kaputt gegangen, mittlerweile das Zweite. Durch das Benutzen reißen die Seile, die unter Spannung stehen. Selteneres Benutzen und Belassen in einer Position schonen das Plissee. Das geht nur nicht immer, je nach Jahreseit und Sonnenstand. Als das erste Plissee kaputt ging habe ich mich schlau gemacht und die passenden Seile bestellt.

Trotzdem war ich beim zweiten Mal nicht schneller und habe die Reparatur, ähem, so um die zwei Jahre verzögert. Weil es beim ersten mal auch lange gedauert hat und Ablenkungen jederzeit auftreten können. Zum Beispiel durch diesen Helfer :

Brauchen wir das Plissee dort ? Nicht unbedingt, aber irgendwie schon, weil die Sonne morgens vom Frühjahr bis Herbst sehr blendet. Also bleibt es. Es war bis auf die Seile intakt und ist wieder in Funktion.

Fazit : Wer viel Zeug und viel Wohnfläche hat, der muss entsprechende Zeit investieren, um es instandzuhalten.