Der Raspberry-Pi ist wieder zurück : M-wert -428

21. Februar 2022 3 Von Thorsten

Wegen eines ärgerlichen Vorfalls (Homeoffice wurde verhindert) sollte der Raspberry Pi (blendet Werbung aus und verhindert unnötigen Datenverkehr zu den großen Internetunternehmen) abgeschafft werden, um die Komplexität zu verringen, Strom einzusparen, einfach auch ein Ding weniger zu haben :

Ich bin hier „gescheitert“ und drehe die Entscheidung zurück 😉

Der Raspberry-Pi lag nun eine Weile herum und ich hätte ihn irgendwie loswerden müssen. Das ging dann aber irgendwie nicht. Der Ärger über den verlorenen Internettag (Homeoffice vermasselt) war da, ist aber verflogen. Und ich war ja selbst schuld, dass der Minicomputer nicht mehr lief, weil ich den Update vom Handy aus mitten in der Nacht anstartete und dieser abbrach.

Dazu passt folgender russischer Spruch :

Не говори, что делал, а говори, что сделал (*)

(*) „Nje gawari schto delal, a gawari schto stedlal“ : Sprich nicht darüber was du machtest, aber sag, was du zu Ende gebracht hast.

Wir haben jetzt taglang Werbung ertragen, insbesondere auf dem Smartphone in Apps, z.B in der App, die mir die kleinen Fotos für diesen Blog erstellt. Die nervenden Cookiefenster sind auch weg. Die Antiwerbungserweiterung „ublock“ im Browser „Firefox“ hilft zwar etwas, ist aber völlig unzureichend und verhindert auch die ganzen Anfragen an Facebook, Microsoft und Google nicht. Es wird fleißig „Telemetrie“ übertagen und das fällt früher oder später auf uns alle zurück.

Merke : nichts ist kostenlos, heute wird nicht mehr mit Geld sondern mit persönlichen oder anonymisierten Daten bezahlt. Auch anonymisierte Daten schlagen auf die Verbraucher und letztlich jeden Einzelnen zurück. Der PC-User im sozial schwachen Viertel bekommt niedrigere Preise in den Oblineshops angezeigt als du in der City auf dem Applesmartphone. So einfach ist das.

Etwa ein Viertel der Anfragen sind unnötig und werden geblockt. Das spart Volumen,Strom, entlastet das interne und externe Netz.

Der Raspberry-Pi ist notwendig um Minimalismus im Datenverkehr zu realisieren.

Also ist er vorgestern neu installiert worden und läuft bisher problemlos. Updates werden also nur noch direkt ausgeführt, nicht mehr remote und auch nicht nachts. Am besten wenn nicht alle zu Hause sind. Es könnte sonst eskalieren 😉

Das Betriebssystem ist Unix (Raspberry-OS), die Software pi-hole zum Blocken ist kostenlos. Außer Strom fallen keine weiteren Kosten an.

Erfahrungsbericht Datenschutz EKD

Natürlich könnte man auch einfach weniger im Internet unterwegs sein, aber das reduziert das Problem nur auf Zeiten in denen man dann doch online ist. Kein überzeugendes Argument. Da müsste man dann schon ganz offline sein.

Diese Geschichte ist auch ein Beispiel dafür, dass man unsichere Dinge auch eine Weile aus dem Sichtfeld herausnehmen kann, es gibt nicht nur schwarz und weiß, es ist oft eine Abwägung mehrere Aspekte : Abklemmen, wegnehmen, in den Keller oder die Kammer stellen und abwarten was passiert. Braucht man das Ding, erfreut es einen vielleicht , ist das „Haben müssen“ das „ständige Pflegen“ wert ?

Augen auf und Hausaufgabe bis zum Wochenende ( 😉 ) : Hast du etwas im Umfeld, an das sich deine Augen oder deine Hände/Augen/Füße/Magen/Rücken…. gewöhnt haben, aber was nur aus Gewohnheit vorhanden ist oder du nicht wirklich sicher bist ? Ist das Ding notwendig, erfreut es dich oder hast du es nur aus Gewohnheit und ist es somit ein fieses Teil, das bei dir wie ein Parasit eingenistet ist um dir Zeit zu stehlen ?