Stresskarten reloaded

30. März 2022 8 Von Thorsten

Ich komme immer wieder einmal an den Punkt, dass ich meine zu viele Plastikkarten zu haben. Das Ganze folgt einem Muster OHNE dass ich mir irgendwelche Karten einfach so andrehen lasse.

Zum Zeitpunkt der Anschaffung einer Plastikkarte scheint ein Vorteil zu locken. Beim längeren Gebrauch scheint sich dieser Vorteil ins Negative zu wandeln. Dass man (mit Apps und) Karten munter Daten streut, sich selbst verkauft und damit sogar die Nachbarschaft belastet (Daten werden z.B verknüpft, gute Straße, schlechte Straße,…) ist ein anderes Problem, was ich hier nicht erläutern möchte.

Jetzt könnte ich einfach sagen : Pech, du hast halt nicht genug nachgedacht. Aber so einfach ist das nicht, denn zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. des Löschens ist die Überlegung ja durchaus begründet. Es kämpfen hier mehrere Vor- und Nachteile miteinander, einen Mittelweg gibt es nicht pro Einzelentscheidung.

Ist die Karte erst da, wird sie irgendwann lästig, fehlt sie, scheint ein Vorteil zu fehlen.

Bin ich zu blöd oder zu alt um den dauerhaften Vorteil von Bonuskarten zu sehen oder ist das am Ende gar kein Vorteil, weil die Verwaltung der Dinge und Prozesse mehr Kosten verursacht als die paar Euro, die man durch konsequentes Benutzen der Karten erhält.

Eine Süßigkeit pro Woche weniger kaufen bringt mehr als konsequent Karten zu nutzen

Und um das zu unterstreichen hier meine gestrige Erfahrung mit payback und einer Debit-Karte. Da winkten Rabatte, Cash-Back-Aktion. Am Ende habe ich eher die Kassenschlange aufgehalten, habe die Rabatte und den Gutschein nicht eingelöst, bloß angesammelte Punkte zum bezahlen. Das Bezahlen mit Handy hat dabei nicht funktioniert, wurde abgelehnt.

Ohne Karte wäre das einfach so gelaufen : „Haben Sie eine Payback-Karte ?“ „Nein“.

Das will ich wiederhaben ! Stressloses Bezahlen ohne Punktegedöhns.

Ich habe leider auch noch eine zweite Kreditkarte. Diese zweite Kreditkarte und die Punktesammelkarte werde ich nicht mehr nutzen und in ein paar Wochen kündigen, wenn alles verbucht ist.

Das Anhäufen und Entfernen von Karten ist ein Prozess, der sich mit dem Leeren und Füllen von Regalfächern vergleichen lässt. Irgendwann sollte das ganze Regal rausfliegen oder zumindest die Menge an Dingen im Fach annähernd konstant bleiben.

Vergleichbar auch mit der Küchenmaschine, die einen ungeheuren Vorteil bietet, wenn sie gerade verwendet wird, aber entsetzlich Platz verbraucht, wenn sie die 99,9% der übrigen Zeit herumsteht… Entweder hast du starke Arme oder du musst das Gerätemonster im Schrank ertragen.

Manche Dinge bzw. Prozesse benötigen eine Wiederholungsschleife, manchmal sogar mehrere.

Hier war ich übrigens letztes Jahr schon zu Gange, die Reise geht munter weiter…