Pfannendeckel : Kaputt und repariert

Pfannendeckel : Kaputt und repariert

12. April 2022 0 Von Thorsten

Ein Pfannendeckel wies einen gesprungenen Griff auf. Die Schraube war im Gewinde überdreht , gesprungen und der äußere Plastikring war auch gesprungen. Ich vermute es war Materialschwäche nach so langer Zeit, 20 Jahre oder länger. Alle paar Jahre musste die Schraube festgestellt werden, aber in den letzten Monaten und Wochen war der Griff im Deckel nach kürzester Zeit locker, er drehte sich. Das fühlte sich unsicher an, niemand möchte einen Glasdeckel auf Töpfe oder auf den Fuß bekommen. Das hätte nach jetziger Analyse jederzeit passieren können und wurde gerade noch abgewendet.

Eigentlich passt dieser Pfannendeckel zum Thema „parasitäre Objekte„, Ärger und Zeitverlust durch eingeschränkte Funktionalität. Wir hatten uns an den Deckel gewöhnt und ihn immer vorsichtiger bewegt. Wäre jemand von außen gekommen hätte er uns vielleicht darauf hingewiesen, warum wir den Deckel so komisch halten oder ihn hätten warnen müssen keine ruckhaften Bewegungen mit dem Deckel zu machen.

alter Griff, innen und außen gesprungen

Leider hatte ich nicht in Sicht, dass ich den Deckel reparieren konnte und hatte zwei neue Pfannendeckel bestellt. Eine Metallabdeckung, bei der der Lack abplatze, mindestens 20 Jahre alt, wurde ins Recycling gegeben. Die war schwer zu reinigen, weil sie hervorstehende Metallzähne zur Lüftung hatte. Immer ärgerlich, aber genutzt, weil es nachhaltiger erschien sie bis zum bitteren Ende zu behalten.

Wir kochen mittlerweile oft mit zwei Pfannen, z.B eine zum Aufwärmen und Anbraten von vortägigen Resten, die andere zum Kochen. Als die Kinder noch kleiner waren ging das alles mit dem Topfset, das wir auch früher ohne Kinder nutzten. Das endet aber bei drei Personen, so wie ich das heute einschätze. Was soll ich denn bloß mit einem Puppentopf mit einem Liter Inhalt ? Viel zu klein, um eine Menge für vier Personen zusammen zu bekommen. Heute würde ich gleich Töpfe, vielleicht mit 3, 5, und 7 Litern Inhalt kaufen und zwei Pfannen, davon mindestens eine mit höherem Schmorrand.

Ich habe jetzt einen Deckel zu viel, ich muss überlegen wie ich was wo unterbringe. Hier hätte ich zum ersten Mal einen Gegenstand, bei dem ich sagen würde : den könnte ich für die Kinder aufheben, wenn sie ausziehen. Weil Pfannen oft keine Deckel haben, wenn man sie kauft.

Der neue Griff ist belüftet. die Gefahr, dass es rostet könnte geringer sein.

Dazu gekommen sind zwei Pfannen mit Steinbeschichtung, also kein Teflon, aber annähernd so glatt. Spiegelei ohne Öl funktioniert, mit Öl schmeckt es natürlich besser, denn Öl ist ein Geschmacksträger.

Fertig, repariert !

Eine alte Pfanne und eine neue Steinpfanne wandern ins Ferienhaus. Dort ist eine Pfanne, die definitv gehen wird, eine uralte Teflonpfanne, schätzungsweise 30 – 40 Jahre alt. Die zweite haben wir schon vor Jahren entsorgt, weil in die Beschichtung reingeschnitten wurde, dann ist es nicht mehr ganz so gesund. Es ist auch noch mindestens ein Deckel da, vielleicht auch zwei. Das muss ich untersuchen und ggfls. erfolgt hier noch ein Austausch. Deswegen zähle ich vorerst nicht. Insgesamt haben wir momentan in zwei Haushalten unglaubliche 5 Pfannen und 5 bis 6 Deckel, von denen drei neuwertig sind.

Nachtrag : ein Glasdeckel ist tatsächlich zu viel. Die alten gewölbten Deckel sind insgesamt schwerer, die Neuen haben eine flache Scheibe und nicht so dickes Glas. Einfacher zu heben. Ob sie auch so haltbar sind ?!