Denkpausen

Denkpausen

20. April 2022 0 Von Thorsten

Wir haben es verlernt und können damit nicht mehr umgehen : die Langeweile.

Unterhaltung im Fernsehen,Videos, Bilder, Texte, Musik im Ohr, Internet, Streaming,… halten uns auf einer konstanten Stufe der nervlichen Erregung. Wir wollen aufgeregt sein, um uns sicher zu sein, dass wir nichts verpassen, die Welt noch verstehen, den nächsten von Herrn Lauterbach vorhergesagten Killervirus nicht verpassen. Es könnte wichtig sein.

Für diese Aufregung wird ein Gegengewicht benötigt, dass durch Fernbleiben von digitalen Inhalten gebildet werden kann :

Musizieren, Hausarbeiten wie Kochen, Putzen, Abwaschen, Malern, Waschen, Gärtnern, Spazieren gehen, wandern, Sport jeder Art, am besten draußen. Auch jede Art von analogen Hobbies, die mit den Händen funktionieren. Weil das Gehirn dabei anders verwendet wird. Die Hand-Gehirnverbindung ist essentiell für die Gesundheit.

Das Beitragsbild ist am Wochenende entstanden, als wir auf unserem Hausberg unterwegs waren. Oben liegen riesige Findlinge aus Skandinavien, der weiße am Abhang von mir gefundene Stein ist wie ein geknülltes Papier oder ein Schneeball und soll mit dem Farbkontrast und der Form auf dem Holzstumpf den nächsten Wanderer erfreuen.

Auge und Gehirn sind für Bilder, die nicht blinken oder sich schnell verändern dankbar. Deshalb kann man alternativ zum Wandern auch auf ein Bild in der Wohnung schauen und die Gedanken schweifen lassen, aber das ist schwieriger als tatsächlich draußen zu sein.