Der dumme Fernseher und was dann passierte

Der dumme Fernseher und was dann passierte

30. Mai 2022 2 Von Thorsten

Seit Jahren mag ich den Fernseher im Wohnzimmer nicht mehr, aber bisher konnte ich mich nicht durchsetzen ihn dort zu entfernen. Jetzt gab es eine Änderung, die gleich ein ganzes Zimmer durcheinander warf.

Im Wohnzimmer ist Fernsehen schauen bzw. diesen als Monitor benutzen schwierig, da die Akkustik einen ungetrübten Hörgenuss nicht zulässt. Durch offene und minimalistische Bauweise , harten Bodenbelag und Möblierung hört man eine Nadel runterfallen. Ein leises Rascheln in der Küche übertönt den gesprochenen Satz im Fernseher. Da ständig jemand kommt und geht oder in der Küche etwas macht, die Tür offen steht und damit manchmal Lärm von draußen reinkommt macht es einfach keinen Spaß. Schon oft habe ich es nach wenigen Minuten aufgegeben. Nur spät abends könnte man akkustisch etwas besser dastehen, aber da habe ich dann keine Lust zu.

Nun ist meine Frau auch einverstanden und wir haben den Fernseher ins Arbeitszimmer gestellt. Tagsüber muss da niemand Fernsehen schauen bzw. ihn als Monitor benutzen, ab nachmittags wäre das eine ungestörte Zone und Getrappel, Geraschel, Gerede. Und es ist bzgl. Lichtreflexen durch das Fenster auch etwas besser. Im Wohnzimmer muss nun niemand mehr Rücksicht nehmen, Wohnzimemr und Küche dienen der Versorgung und der Kommunikation. Die Zeiten, in denen die Kinder dort den Fernseher nutzten sind wohl auch wirklich vorbei. Hierm gab es aber noch ein paar Jahre „Gewohnheitswiderstand„.

Der Schreibtisch ist jetzt, wo der Drucker stand.

Schreibtisch, noch mit Kratzbaum rechts

Der Drucker ist auf einer leeren Kiste in eine Ecke verbannt, nur noch über WiFi und ohne Faxkabel, dann eben nicht mehr. Faxen dicke mit dem Faxen. Scannen und emailen dauert aber länger. so ein Drucker ist keine Schönheit, jetzt steht er da ganz abseits, gut so.

Der Monsterdrucker bleibt so lange er funktioniert, wird auch benutzt.

Der Fernseher hat das Regal vom Drucker bekommen und steht, wo der Schreibtisch war, aber natürlich nicht in den Raum rein. Zum Glück ist genau da die Dose vom TV-Signal, da kann es keine Kritik geben. Ich würde auch ohne auskommen.

Fernsehecke mit Stehlampe, Schalter in der Steckdose 🙂

Mein Katzenarbeitstisch ist auch gewandert, unter eine Schräge, wo man vorher keinen Nutzen hatte.

Alle Möbel sind jetzt an Wänden, was den Raum wieder etwas größer erscheinen lässt. Möbel, die in den Raum reinragen, dominieren diesen schnell.

Der Kratzbaum wurde von mir mit dickem Sisalseil neu belegt, schon vor einigen Jahren. Unsere Katzen benutzen ihn aber nicht, sie haben noch den großen Kratzbaum im Wohnzimmer und sind auch draußen tätig. Ich habe ihn für Selbstkostenpreis (Sisalseil) über Kleinanzeige angeboten. Wenn ihn niemand nimmt spende ich ihn dem Tierheim.

Wie konnte ich das übersehen ? Weil ich den Katzen nichts wegnehmen wollte ? Weil ich das dicke Sisalteil so toll montiert hatte ? Es wurde lange genug gewartet, hier hätte ein Jahr beobachten tatsächlich gereicht. Allerdings war der Kratzbaum nicht in täglicher Sicht. Im Wohnzimmer hätte ich vielleicht schon eher gehandelt ?!

Und wie so oft fallen solche Entscheidungen nach einem Urlaub bzw. Abwesenheit.

Abstand verschafft Klarheit

Die ganze Aktion war leicht möglich, weil es bei uns nicht alles vollgestellt ist.

Wer weniger Möbel hat kann leicht je nach Bedarf variieren

Im Wohnzimmer sieht es jetzt so aus :

Eine schöne große Ablagefläche, endlich Platz z.B für unsere Vase mit Blumen aus dem Garten