Inflation und Ausgaben

16. Juni 2022 0 Von Thorsten

Ich weiß nicht wie es euch geht, mir zerrinnt gefühlt das Geld in den Händen. Es erinnert an die Geldentwertung bei der Umstellung auf den Euro. Die Pizza kostete 8 DM und am nächsten Tag 8€. da wurde teilweise 1:1 umgestellt.

Wenn ich heute das Notwendigste kaufe und keinen Impulskauf zulasse, dann komme ich mit 40,60,80€ Kassenbon aus dem Supermarkt. Dabei habe ich wirklich teure Produkte (Butter, Fisch, Fleisch) weitgehend und Süßkram weggelassen und die regelmäßige Biokiste ist auch nicht eingerechnet.

Die Lebensmittel sollen angeblich im Herbst noch teurer werden, weil noch nicht alle Preiskomponenten im Endpreis durch Erhöhungen erreicht wurden. Regionale Lebensmittel könnten weniger ansteigen, der Transport ist minimiert.

Es steigen fleißig Strompreise, Benzin. Alles was mit Energie zu tun hat. In Folge werden wohl auch Wasser, Abwasser und Müll teurer werden, denn überall laufen Verbrennungsmotoren, die irgendetwas fördern, reinigen oder beseitigen. Das Heizen von Büros wird auch teurer, also werden auch nichtmaterielle Dienstleistungen teurer. Nicht jeder sitzt im Homeoffice.

Also überlegt beim Einkaufen zweimal, was ihr wirklich braucht. Kein Kauf von Speziellem auf Halde, z.B exotische Gewürze oder Pasten, die oft am Ende doch weggeschmissen werden, wenn sie nur für spezielle Gerichte benötigt werden.

Weniger Fertiggerichte kaufen. Hier ist der Transport über größere Entfernungen mit Kühlkette unvermeidlich. Mehr Frisches und mehr Regionales, z.b auf dem Markt oder ein Biokistenabo.

Um dem Schwund in der Kasse etwas entgegenzusetzen habe ich gerade eine Versicherung gekündigt, die nicht unbedingt notwendig ist. Sie hatte einmal mehr Sinn gemacht, jetzt halte ich sie für übertrieben, also weg damit.

Überprüft eure Verträge : Energie, Telekommunikation, Versicherungen, Banken (evtl. Kontogebühren), sonstige Abos. Wenn ihr nicht jährlich überprüft, dann könnt ihr wahrscheinlich an einer kleinen Schraube drehen und durch Wechsel oder kündigen eine regelmäßige Geldausgabe reduzieren oder ganz einsparen.

Ökostrom ist natürlich teurer, Ökoessen auch, hier muss individuell abgewogen werden. Und wenn das Gehirn „Schokolade !“ ruft, dann kann man auch gelegentlich (!) nachgeben.

Und ich bin mir sicher : die Meisten, die hier lesen überprüfen ohnehin schon wo ihr Geld hingeht und gehen nicht mal eben so aus Langeweile „shoppen“, um unreflektiert Einwegtshirts für 5€ zu kaufen oder Dekoklimbim.

Dinge können durchaus teuer gekauft werden, wenn sie lange halten und am besten noch gebraucht, Öko, nachhaltig sind. Der Preis alleine ist nicht alles.