Projekt Regentonne

Projekt Regentonne

10. Juli 2022 0 Von Thorsten

Ich habe seit Jahren überlegt eine Regentonne anzuschaffen. Mangels Zeit und anderer Prioritäten wurde es verschoben. An die Regenfallröhre des Hauses kann ich schlecht etwas anschließen, dann wäre so eine Tonne im Weg und unterirdisch wollte ich das auch nicht. Dann ginge es auch ohne Pumpe nicht, abgesehen von Kosten und Aufwand.

Aber wir haben ein Vordach. Und das ist so groß, dass ich nach probeweisen Einleiten in einen Eimer überzeugt war, dass da mehr gehen müsste.

Es wäre ja dumm eine Tonne aufzustellen, die zu groß wäre und sich nie füllt.

Die kleine Regenfallröhre des Vordachs ist abseits und wurde bisher in ein Loch mit Steinen abgeleitet. Da es keine Drainage gibt , steht der „Rasen“ , ein Fußweg drum herum, dann schon öfters matschig da.

Pseuodrainage mit Steinloch, bleibt vorerst.

Durch das Aufstellen der Regentonne könnte das Matschproblem zumindest bei kürzeren Regenperioden etwas entschärft sein.

Die Tonne ist aus Plastik (Buh!) und aus dem Baumarkt. Etwas anderes ist mir nicht eingefallen. Ich plane die Tonne im Winter in den Gartenschuppen zu stellen, deswegen ist wenig Gewicht von Vorteil.

Ich habe die Tonne nicht an den vorgesehenen Anschluss angeschlossen, sondern nutze diesen als Überlauf. Das Rohr vom Vordach wurde auf den hohlen Deckel geleitet, der wie eine Schale aufliegt. Dieser Deckel sollte eigentlich bepflanzt werden, was ich aber nicht möchte. In der Mitte des Deckels gibt es zwei kurze Stutzen, die oben offen sind und überschüssiges Wasser von der Bepflanzung in die Tonne leiten sollen ( na lecker). Durch diese Stutzen läuft das gesammelte Wasser in die Tonne, sobald etwa 1,5 cm Wasserstand im Deckel erreicht sind. Damit auch der letzte Liter aus dem Deckel in die Tonne läuft habe ich noch ein kleines Loch daneben gebohrt. Also läuft es schon vom ersten Tropfen an in die Tonne. Die Deckelfläche sammelt somit zusätzlich Wasser. Viele Regentonnen haben einen Deckel, der das nicht leistet, das Wasser läuft da an den Tonnenrändern runter.

Zwei Stutzen, hinter dem oberen Stutzen ein zusätzliches winziges Loch.

Die Konstruktion würde jetzt das Überspannen mit einem Netz ermöglichen, um Laub, Moos, organische Flugteile aus dem Rohr abzuhalten bevor es in die Tonne läuft. Bei der jährlichen Reinigung des Vordachs ist die Regenrinne immer voll davon.

Ich werde beobachten, ob sich im Deckel Zeug sammelt, das den Abfluss behindert. Vorerst gibt es kein Netz.

Heute Nacht hat es geregnet und die Tonne ist zu zwei Drittel gefüllt. Das scheint zusammen zu passen.