Energie sparen ?

Energie sparen ?

19. Juli 2022 8 Von Thorsten

Mittlerweile habe ich so ziemlich alles im Bereich Energiesparen gemacht ohne Komfort einzubüßen.

Strom

Wir verbrauchen aktuell zwischen 10 und 12kWh/Tag. Jetzt im Sommer läuft die Heizungspumpe nicht, daher sind wir auf 10kWh, manchmal weniger. Es gibt Tage, da sind es nur 7kWh.

Der Fernseher / Monitor läuft z.b. seltener. Kleinere Bildschirme verbrauchen weniger.

Obwohl wir durch Homeoffice, Homeschooling und tägliches Kochen, aktuell auch Ferien viel zu Hause sind, verbrauchen wir nicht mehr als in den Jahren, in denen alle außerhalb gegessen haben und die Küche in der Woche kalt blieb.

Statt LEDs gab es damals noch die Energiesparlampen wie gedrehte Neonröhren. Die verbrauchten um die 6 bis 12 Watt, die LEDs liegen noch ein ganzes Stück darunter. Das Licht wird gelöscht, wenn es nicht gebraucht wird.

Die gängigen Energiesparempfehlungen befolgen wir schon lange wie z.b. Deckel auf dem Kochtopf lassen, Nachwärme ausnutzen…..

Im Sommer ist es eher möglich : die „Zwangslüftung“ im Haus abzustellen. Ich stelle die Lüftung manuell ab und erst wenn ich wegen Hitze alles geschlossen halten muss, stelle ich sie auf kleiner Stufe an. Abgestandene Luft und Gerüche wären sonst problematisch. Die Alternative wäre die Hitze im Haus, wenn es nicht mit reinem Durchzug ginge. Bei stehender Hitze funktioniert das nicht. Da ist dann auch schon mal ein Ventilator in einigen Räumen an, wenn sich eine Person darin aufhält. Diese Zeit ist zum Glück immer nur ein paar Wochen oder sporadisch. Eine stromfressende Klimaanlage haben wir nicht.

Zwei Router sind nachts 5 Stunden komplett vom Netz genommen. Der zentrale Router vom Provider und der Vierte haben eine WLAN-Pause, Telefonieren über Festnetz wäre auch nachts noch möglich. Der Raspberry-PI zum Verhindern von Werbung ist nicht eingeschaltet und das 5GHz- Band ist dauerhaft abgestellt. Alles bringt ein bisschen, der Komfort ist nahezu erhalten.

Zum Geschirrspüler gibt es neue Erkenntnisse, da kommt noch ein extra Beitrag.

Heizung

Im Spätherbst will ich die Heizung so spät wie möglich aktivieren. Selbst wenn alle Heizkörper zugedreht sind läuft die Anlage in Wartestellung und hält einen Druck in der Leitung aufrecht. Laufende Heizungspumpe und gleichzeitig geschlossene Thermostate sind zu vermeiden. Da arbeitet die Pumpe gegen ein geschlossenes Leitungssystem, verbraucht Strom und leidet. Ein Ventil sollte daher immer etwas offen sein, das Bad bietet sich dazu an. In Mehrfamilienhäusern ist das weniger ein Thema. Dort gibt es viele Verbraucher, einer davon heizt immer wie irre.

Als Übergangs- Zusatz- oder Notheizung haben wir eine einzelne Infrarotheizung angeschafft. Der vernünftige Einsatz muss sich noch zeigen. Sollten wir sie nicht benötigen könnten wir sie immer noch als Zusatzheizung im Ferienhaus verwenden.

Diese Heizung triebe den Stromverbrauch natürlich gewaltig nach oben. Sie ist daher eher als Notheizung gedacht. Wir hatten vor zig Jahren in den damals kalten Wintern immer wieder tageweise Ausfälle der Wärmeversorgung. Kein warmes Wasser, keine Heizung. Durch die Infrarotheizung müsste man dann nicht frieren. Zwei Tage ginge es aber auch bei tiefsten Temperaturen ohne Heizung, es ist gut isoliert. Natürlich geht auch diese Elektroheizung nur, wenn der Strom auch vorhanden ist und das Betreiben erlaubt. Ich schreibe das angesichts der aktuellen politischen Lage und der damit verbundenen möglichen Energieengpässe. Am besten wäre es diese Heizung müsste nie oder selten zum Einsatz kommen. Früher hatten die Leute Ölradiatoren als Zusatzheizung, so neu ist die Idee also nicht. Infrarot ist bloß wesentlich effektiver als diese Radiatoren.

Warmwasser

Die sofortge Bereitstellung von Warmwasser habe ich auf vormittags und abends eingestellt. Dann laufen in der meisten Zeit erst ein paar Liter kaltes Wasser durch die Leitung bevor warmes Wasser hinterherkommt. Das wird wohl auch in Mehrfamilienhäusern so kommen, wenn die Energie knapper wird. Es ist nicht sinnvoll zig Meter aus der Zentralheizung mit heißem Wasser in Mauern vorzuhalten. In der ganzen Republik stehen hunderttausende Meter solchen heißen Wassers in den Leitungen. Ungenutzte ständig laufende Boiler addieren sich natürlich dazu.

In Genossenschaften kann ein zeitgesteuerten Abstellen oder Reduzieren durch Abstimmung erleichtert werden :

Ho­he En­er­gie­kos­ten: Warm­was­ser auf Zu­tei­lung?

In normalen Mehrfamilienhäusern droht eine Klage, Mietminderung, auf jeden Fall Ärger. Hier müsste das Mietrecht auf eventuelle Energiekrisen angepasst werden.

Weitere Maßnahmen könnten den Komfort senken oder den Wasserverbrauch erhöhen ( Geschirrspüler , Bereitschaft der Warmwasserpumpe )