Wie viele Bankkarten braucht man ?

31. Juli 2022 6 Von Thorsten

Hand aufs Herz : Wie viele Bankkarten habt ihr ? Treuesammelkarten auch ?

Alles auf den Tisch : Girokarte ( Maestro , früher EC ), Kredit- und Debitkartmerican Expess, Barclays, Mastercard, Visa,..)

Bislang wurde die Maestro-Card am meisten in den Läden genutzt. Zunehmend werden Debitkarten von den Banken ausgegeben und Kreditkarten durch Debitkarten ersetzt. Im Ergebnis wird die Maestro-Card überflüssig. Wer seine Kreditkarte behalten möchte wird oft monatlich per Gebühr zur Kasse gebeten.

Meine Bank hat bei der Ausgabe der Debitcard gleich angeboten die anderen Karten (Maestro und Kreditkarte) zu kündigen, was ich auch gemacht habe. Sonst hätte ich noch zwei mehr ( und müsste für die Kreditkarte monatlich zahlen ), zu Hilfe !

Die wenigen Geschäfte, bei denen falsch und veraltet ‚EC‘ dransteht und die keine Debit-/Kreditkarten akzeptieren, müssen dann eben Bargeld akzeptieren. Das ist mir gestern in einem Restaurant passiert, bar war natürlich kein Problem.

Warum sollte ich im Geldbeutel mehr als eine Karte mitschleppen, wenn ich auch noch Bargeld dabei habe ?

Die Antwort ist daher für mich : eine Bankkarte reicht.

Wer aus beruflichen oder Sicherheitsgründen mehr als eine Bankverbindung oder mehrere Konten hat , ist hier evtl. noch mit mehr Karten dabei. Bei manchen Banken gibt es auch keine physischen Karten.

Früher hätten Limite und Akzeptanzprobleme dafür gesprochen mehrere Karten mitzuführen. Es wurde sogar empfohlen mehrere Karten zu haben, wegen der unterschiedlichen Akzeptanz. Zumindest in Deutschland ist das vorbei. Debitkarten haben nur noch das Limit des Girokontos, ob 1€ oder 1000€, das geht alles durch – mit oder ohne PIN. Debit- und Kreditkarten werden großflächig akzeptiert.

Ich habe derzeit – noch – zwei unterschiedliche Bankkarten. Die zweite sammelt mir zusätzlich Treuepunkte und wird nach langem Kampf gehen müssen. Der Nervenlärm und die Arbeit für 1, 2 oder 5 Euro im Monat ist es nicht wert. Was ist das für ein Stundenlohn, wenn immer wieder untersucht werden muss, ob die Kreditkarte auch akzeptiert wird ( wird sie meist), ob und welche Coupons es gerade gibt und dass die übertragenen Punkte immer wieder umgetauscht werden müssen. Kein hoher Stundenlohn , ganz bestimmt nicht.

Als Frugalist müsste ich die Karte eher behalten, aber den Punkte- und Zahlungslärm und das unnötige Gehampel im Geldbeutel brauche ich als Minimalist ganz sicher nicht.

„Treuekarte ?!“ „Dingsbums-App ?“ In Zukunft dann „Nein!“ und eine friedliche Ruhe wird beim Bezahlvorgang einkehren…. Keine Zusatzkarte wird mehr unnötige Aufmerksamkeit erhalten. Keine Punktekarte wird danach schreien mit Konsum gefüttert zu werden.

….allerdings…zweimal bin ich hier schon gescheitert, habe Treuekarte und/oder Kreditkarte zurückgegeben und dann irgendwann wieder im Geldbeutel gehabt.

Das Auslaufenlassen hatte ich vor ein paar Monaten schon angekündigt. So lange haben der Reiz und der Widerstand gewirkt oder es wurde vergessen. Sammeln, Belohnung, Optimieren, maximal effektives Einkaufen. Die gesammelten Energie im Urlaub schärft den Blick auf das Jetzt aber !

Die gesammelten Punkte als Like wie in sozialen Medien, eine Bestätigung effektiv eingekauft zu haben ? Eine Belohnung für Konsum und das Anklicken von Mehrfachcoupons. Ja alles richtig gemacht, wieder 20 Cent „verdient“. Eine Tafel Schokolade weniger im Einkauf würde mehr bringen. Die Aufmerksamkeit könnte auf die Punkte fallen und den effektiven Einkauf mit unnötigen Produkten verderben.

„Ja , ich mache mit und bin dabei“, beim Konsum und beim Abgeben persönlicher Daten und Einkaufsvorlieben.

Jeder Konsum ein halbes oder viertel Prozent in Form von Punkten zurück. Coupons mit x-facher Punktevergütung und die Sammelgier springt an ?! Alles Punktelärm, um einen in den Läden und zu höheren Umsätzen zu locken. Letzteres gelang den Unternehmen nicht. Wir kaufen sehr bewusst ein.

Es wird also bald nur noch eine Karte und wo das nicht funktioniert Bargeld geben und eine Plastikdiät wird im Geldbeutel einkehren, in dem übrigens Fächer für theoretische 10 Karten eingenäht sind. Alle 10 Einschübe füllen und dann mit dicken Portemonnaie wichtig herumlaufen ? Haha, mit mir nicht.

Um Bankkarten und eventuell damit verbundene Sammelkarten loszuwerden müsst ihr folgende Reihenfolge einhalten :

Karten aus dem Geldbeutel und Handybezahlmethoden nehmen ( z.b. Google Pay). Was ihr nicht dabei habt, könnt ihr auch nicht einsetzen.

Die Bankkarte, mit der in Zukunft ausschließlich gezahlt werden soll ist im Geldbeutel und/oder elektronischem Wallet im Handy.

Die zu kündigende Bankkarte aus allen Abos und Kundenkonten nehmen und durch Lastschrift oder die verbliebene Bankkarte ersetzen, damit zukünftige Zahlungen nicht zurückgewiesen werden. Am besten die letzten Monate der Umsätze auf solche automatischen Zahlungen untersuchen.

Letzte Abrechnungen abwarten, das kann bis zu 2 Monate dauern, Abos/Kundenkontos dabei weiter im Blick behalten.

Bei evtl. gesammelten Punkten den letzten Übertrag abwarten und diese Punkte dann verbrauchen. Dann kann auch die Punktekarte gehen.

Das Loswerden solcher Karten ist teurer als das Besorgen, wie beim Shoppen von Dingen, deren Entsorgung länger dauert als das Kaufen.

Hier mein ursprünglicher Vorsatz vom März :